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ÜBER DEN OBSTBAU IM GEBIRGE. UND DARÜBER HINAUS       

 

                                                                                                                                                                                                         

Der Frühling ist eingezogen, übers Land gezogen, er hat sich breitgemacht, aber heute kann er sich nicht entscheiden zwischen einem Sturm und dem Regen, zwischen blinzelnder Sonne und einem halbzerschlissenen Wolkenvorhang. Also liefert er alles. Auf einmal. Prompt. Ein findiger, ein windiger, ein kühler Lenz. Und doch haben sich längst die ersten Grashalme, die Himmelsschlüssel und auch die Gänseblümchen ans Licht gekämpft. Auch die ersten Obstbaumblatttriebe haben sich herausgewagt, unerschrocken in ihrem Hunger nach Wärme und Licht. Geballte Kraft.

Die ersten Blätter an den Bäumen, sie sind vielleicht ein Sinnbild fürs Leben, fürs Wachsen und Werden. Grünblattwerk, noch in sich gefaltet und geschlungen, noch nicht ausgerollt, das drängt ans Licht, es will wachsen, gedeihen und es will sich verschenken. Jedes einzelne Blatt trägt dieses hoffnungsvolle Grün mit sich.

 

Nach einem dunklen, langen Winter, nach einer Zeit, in der wir an unsere Grenzen stießen und es erkennen konnten wie wichtig es ist, dass wir mit dieser Natur im Einklang leben, nach dieser dunklen Zeit also hat der Frühling eine besondere Kraft, einen besonderen Klang, ein Leuchten ins Grüne, ins Hoffnungsfrohe. Und die ersten Blätter an den Bäumen, ihr Streben und Wachsen, all das hat nach einem langen Winter einen besonderen Zauber, es verbindet uns mit jenem Atem, der dieser Natur das Leben gibt. Vielleicht lehrt uns das Frühlingserwachen ja auch, dass diese Schöpfung so fragil wie stabil ist. Gleich jenen Blättern, die noch winzig-klein, noch eingerollt, aus dem Obstbaumholz sprießen, dem Licht entgegenwachsend. Vorboten einer Ernte- und Blütezeit.

 

Charakterbäume. Die gibt es. So wie es Charakterköpfe gibt. Eine Schar von wohlgeratenen, gut geerdeten Obstbäumen steht auf den Gründen des Schlosserbauernhofes in Niedernsill. Geschützt vom Gebirgsmassiv der Hohen Tauern, eingebettet in die Landschaft des Oberpinzgaus im Salzburger Land. Dieser Flecken Erde, auf dem das Schlossergut steht, ist ein geschichtsträchtiger Ort, ein besonderer Platz. Nicht nur für Obstbäume. Aber auch für sie.

 

Von den Bäumen und ihren Besonderheiten, von ihrer Pflege und dem Ernten zu Destillationszwecken, davon versteht der Schlosserbauer Josef Buchner eine Menge. Das Wissen darum hat man ihm sozusagen in die Wiege gelegt, das ist genetisch oder ein Schicksal, das man sehr gerne trägt. In der Ahnenreihe des Josef Buchner glänzen helle Köpfe. Unter ihnen einer, der vor langer Zeit als Buchautor hervorgetreten ist und der sich als Wissensvermittler einen Namen machen konnte: Jakob Schranz.

 

Im Frühsommer des Jahres 1759 erblickte Jakob Schranz das Licht der Welt. Geboren wurde er in Niedernsill. Er heiratete früh, schon mit 18 Jahren, übernahm den Hof seiner Eltern, war Bauer, Müller und nicht zuletzt auch Vater von 12 Kindern.

Jakob Schranz befasste sich eingehend mit dem Obstbau, er legte dabei sein Augenmerk auf die Obstbaumbewirtschaftung in gebirgigen und somit raueren Gegenden. Auf diesem Gebiet war Schranz ein ausgesuchter Fachmann, er schrieb sogar ein Buch darüber. Ein Büchlein, hosentaschengroß, eines zum Mitnehmen und Nachschlagen, eigentlich so etwas wie ein mobiler, jederzeit verfügbarer Wissensschatz (besser als jeder Internetzugang). Lektüre, die den Menschen eine Hilfe war und auch heute wieder sein kann.

 

Doch vorerst zurück zum Leben und Wirken des Jakob Schranz. In der Haus- und Hofchronik des Schlossergutes findet sich dazu folgender Eintrag:

Jakob Schranz, Bauer und Müller am Schlossergut, wurde am 25. Juni 1759 in Niedernsill geboren. Jakob heiratete Monica Schettin, die Ehe war mit 12 Kindern gesegnet. Ein besonders ergreifendes Schicksal widerfuhr deren Tochter Susanne (sie war das siebte von den zwölf Kindern am Schlosserbauernhof). Das Mädchen wurde 1798 bei der großen Schlammflut, als sie noch Bettzeug für die jüngeren Geschwister aus dem Bauernhaus holen wollte, von der zweiten Flutwelle erfasst.

Der Leichnam der 11-Jährigen wurde nie aufgefunden. Dazu schreibt Ignaz Ritter von Kürsinger: Das verunglückte Kind Susanne bringt noch den alten väterlichen Schriftsteller Jakob Schranz zu Tränen, wenn er diese Unglücksgeschichte seines Kindes als Augenzeuge berichtet. Nicht allein das geliebte Kind verlor Jakob Schranz, sondern auch Haus und Mühle, Säge und Lodenwalchstampfe. Alle Fluren wurden vernichtet. Begraben wurde damals seine 1786 begonnene Obstkultur heimischer Obstarten. Nach 22 Jahren Arbeit war das gesamte Aufbauwerk zerstört, die schönsten Hoffnungen waren mitbegraben, die kinderreiche Familie war obdachlos und völlig mittellos geworden.

Mutig wurde wieder neu begonnen, die Wunden heilten, die Flurschäden vernarbten, ein neues Wachsen, Reifen und Ernten wurde geschenkt. Für die damalige Situation fast unvorstellbar, veröffentlichte Jakob Schranz im Jahr 1836 seine langjährigen Erfahrungen in dem Büchlein DER OBSTGARTEN IM GEBIRGE. Mit dieser Abhandlung schuf Schranz eine wichtige Voraussetzung zur weiteren Aufwärtsentwicklung des Obstbaus. Er leitete seine Unterweisungen mit folgenden Worten ein: „Lasset meine fünfzigjährigen Erfahrungen in den Herzen Eurer Kinder Wurzeln fassen und Früchte des Guten bringen.“

Jakob Schranz widmete sein Buch vornehmlich der Jugend, die er dadurch auch zu einer sinnvollen Betätigung und wohl auch zum achtsamen Umgang mit den Gaben der Natur heranführen wollte. Das Ganze geschah auf eine väterlich-freundschaftliche Art und Weise. Seine Ausführungen zur Obstbaumpflege und dem Heranziehen von Baumsorten, die auch in gebirgigen Gegenden Bestand haben können, unterteilte er in folgende Abschnitte:

Pflanzung der Obstbäume durch Kerne. Baumschule. Veredelung. Propfen und Pelzen.

Beschneiden. Versetzen. Begießen. Düngen. Krankheiten der Bäume. Schädliche Tiere und Ungeziefer. Herstellung einer guten Baumsalbe.

Im Anhang erklärt der Autor, wie man einen Holunderstrauch neu heranzieht, wie aus den gereiften Beeren, aus der Wurzel oder auch aus einem einzelnen Ast einer verbrauchten, nicht mehr ertragfähigen Hollerstaude ein neuer, gesunder, fruchtbarer Strauch gezogen werden kann. Das ist im Grunde eine hohe Kunst, das ist vielleicht sogar eine höchst irdische Form der Alchemie, wenn einer es versteht, dass aus vertrocknetem Material neues Leben gezogen werden kann. Das erfordert Feingefühl, Umweltempathie und ein hohes Maß an Umsicht. Qualitäten, über die Jakob Schranz mit Sicherheit verfügte.

 

Konkret will nun hervorgehoben und aus dem Buch zitiert werden, was uns der Autor zur An- oder Neupflanzung der Holunderstauden empfiehlt:

Dass die schwarzen Holler- oder Holunderstauden sehr schnell aufwachsen und Früchte tragen, ist ohnehin schon hinlänglich bekannt. Weniger bekannt aber möchte vielleicht vielen die Art und Weise sein, wie selbe am leichtesten angepflanzt werden können. Die Anpflanzung derselben kann nach meiner Erfahrung auf folgende Weise geschehen. Erstens, kann man den Holler durch das Säen der vollkommen reifen Holunderbeeren vornehmen. Diese müssen an einem mäßig warmen Orte gedörrt werden, so dass sie bis auf den Frühling aufbehalten werden können. Es ist auch besser, wenn man ganze Trauben dörrt, weil dieselben in einer mäßigen Wärme leichter gedörrt werden können, als wenn man die Beeren von den Trauben abnehmen und erst dann dörren würde. Wenn man die Trauben oder Beeren so gedörrt hat, dass sie über den Winter hindurch nicht mehr verderben, so behalte man dieselben an einem nicht zu feuchten, aber auch nicht zu warmen Orte auf, nehme dann im Frühling die Beeren, zerreibe sie zwischen den Händen und säe die Beeren dann zerrieben in ein Gartenbeet. Daher soll aber darauf Bedacht genommen werden, dass der Same weder zu tief in die Erde komme, noch ganz von Erde unbedeckt auf dem Beet liegenbleibe. Sobald die Pflanzen die richtige Größe erhalten, kann man sie gleich anderen jungen Bäumen dorthin setzen, wo sie künftig ihr Verbleiben haben sollen. Zweitens kann man diese Staude pflanzen, indem man Zweige von anderen Holunderstauden verwendet. Wenn im Frühling die Holunderstauden neue Triebe von der Länge eines Schuhs gemacht haben, so schneide man diese Triebe einen Zoll unter dem Laubausschlage ab. Dann nehme man das Laub mit gehöriger Vorsicht von dem Zweig weg und stecke den Ast so tief in gute, lockere Erde, dass der Ort, wo das Laub am Zweig ausgeschlagen hat, vier oder fünf Zoll unter die Erde kommt. Damit aber die zarte Rinde der Zweige nicht verletzt werde, soll man mit einem anderen Zweig oder einem Stock das Loch in die Erde bohren, in welches dann der Zweig gesetzt werden soll. Nachdem man den Zweig gesetzt hat, trete man die Erde ringsherum fest zusammen, wodurch der eingesetzte Zweig befestigt wird. Auf diese Weise können auch ältere Zweige von Holunderstauden gesetzt werden, aber die älteren Zweige wachsen nicht so gern wie die neuen Triebe.

Drittens kann man die Staude auch pflanzen durch das Einsetzen der Wurzeln von anderen Hollerstauden. Die alten Stauden tragen gewöhnlich nur mehr wenige und meist trockene Beeren. Da kann man dann eine solche Holunderstaude ausgraben und die am Stamme befindlichen, weichen Wurzeln da einsetzen, wo man eine neue Staude pflanzen will. So wird man von einer einzigen, alten, ausgegrabenen Holunderstaude bald viele neue, fruchtbringende Pflanzen erhalten.

 

Das Gärtner- und Obstbauernglück bleibt einem vielleicht eher erhalten, wenn man seine Schritte, diese vielen kleinen Arbeitsschritte, mit Bedacht und mit Rücksicht auf die Umwelt setzt. Es geht um den Einklang mit der Natur und vielleicht auch ums Einstimmen auf sie. Eine Natur, die in ihrem Funktionieren so einfach wie durchdacht, so stabil wie zerbrechlich ist. Und genau deswegen wollen wir dieser Natur mit natürlichen und einfachen Mitteln begegnen.      Einfach ist die Herstellung einer Baumsalbe nach Jakob Schranz: Man nehme 10 Loth Wachs, 8 Loth Anschlitt, 4 Loth Fichtenpech und einen Esslöffel Baumöl. Diese fünf Species werden in einer Pfanne zusammengetan und man lässt sie alsdann auf einem gelinden Feuer zergehen. Dann gießt man die Salbenmischung in ein anderes Gefäß.

 

(1 Zoll = 2,54 cm.

1 Loth entspricht etwa einem Esslöffel. Je nach Region hatte 1 Loth ca. 14,6 bis 16,6 Gramm. Die Bezeichnung ‚Anschlitt‘ steht aller Wahrscheinlichkeit nach für ‚Unschlitt‘ ist also Talg, das Fett von Rindern, Schafen oder von Hirschen. Das von Schranz erwähnte Baumöl ist das Öl der Olive, das früher auch zu Heilzwecken verwendet wurde.)

 

Schranz empfahl seine Baumsalbe auch fürs Propfen und Pelzen. Das Gemisch wurde dann auf einen Leinenfleck oder auf einen Baumwolllappen gestrichen und wie ein Pflaster auf jene Stellen des Baumes gebunden, an denen der Schnitt durchgeführt wurde.

Gefinkelt ging Jakob Schranz auch beim Begießen jener jungen Pflanzen vor, die in einer Baumschule herangezogen wurden. Eines der besten Mittel, das Wachstum der jungen Bäume zu befördern, ist das Begießen mit düngendem Wasser. Zum Beispiel Wasser, worin man Schafe gewaschen hat, worin sich Leute gewaschen haben, mit Aschenlauge, welche man von der Leinwäsche bekommt. Diese Sachen taugen besonders zur Begießung der Pflanzschule, weil sie nicht viel Schärfe mit sich führen. Nun wird es ja heutzutage kaum einem möglich sein, dass er Schafe wäscht um dann das Waschwasser davon zu verwenden, aber man könnte sich ja behelfen, indem man Schafwolle einweicht und dieses basische Gießwasser dann ausbringt. Nach Johanni, also nach der Sommersonnenwende, verzichtete man nach Schranz auf das Gießen der Pflanzen in der Baumschule, denn es ist dann schlicht nicht mehr nötig.

Gift kam zu Zeiten des Jakob Schranz nicht zum Einsatz. Es stand vermutlich auch gar nicht zur Verfügung. Also darf hier aus der Not eine Tugend (gemacht) werden. Die giftfreie Anbauweise macht das Jakob Schranz – Büchlein zu einem Schatz, einen Wissensschatz, den es zu heben gilt und der erneut in Umlauf gebracht werden sollte.

 

Faszinierend ist auch jener Buchabschnitt, in dem Schranz sich mit dem befasst, was man heute ‚Schädlingsbekämpfung‘ nennt. Gekämpft hat der Obstbaulehrer gegen die Insektenwelt eigentlich nicht, er ging einen verträglicheren Weg, setzte aufs Simple. Wider das schädliche Nagen der Hasen an der jungen Rinde der Bäume sind die besten Mittel, wenn man die Stämmchen über den Winter mit Stroh verbindet oder dieselben mit Kalk überstreicht. Fertig. So einfach kann umweltschonende Obstbaumpflege sein. Zur Ameisenabwehr empfiehlt Schranz eine ausgesprochen einfache, wiederum vollkommen natur- und ressourcenschonende Maßnahme: Die Ameisen, die sich gewöhnlich zur Vertilgung der Blattläuse an das Laub nisten, können am sichersten von dem reifen Obste, das sie angreifen, abgehalten werden, wenn man ein Papier in Gestalt eines Stanitzels oder Trichters zurichtet und dasselbe, mit der Öffnung abwärts gerichtet, so um das Stämmchen klebt oder bindet, dass es dieses ganz umfasst. Einfach. Genial. Plastikfrei. Kein Einsatz von umweltschädlichen Produkten oder gar von Pestiziden. Schranz führt an, dass kaum eine Ameise die Papier-Stanitzel-Grenze überwinden kann. Um aber das Ganze noch effektiver zu gestalten, rät der Obstbaulehrer dazu, den erdwärts gestülpten Papiertrichter mit Lerchenpech oder auch mit Baumöl zu bestreichen. Eine weitere, sehr bewährte Methode zur Ameisenabhaltung ist, wenn man um das Bäumchen herum einen Zoll tief Asche streut.

Zu drastischeren, recht unkonventionellen Methoden griff Jakob Schranz, wenn Raupen sich über die Bäume hermachten. Raupen schienen für Schranz das Ungeziefer schlechthin zu sein, seine Abwehrmethode mag uns heutzutage ein wenig befremden oder zum Schmunzeln bringen. Wenn man Raupen wahrnimmt, so nehme man Wasser, in welches stinkendes Fleisch eingeweicht und abgerührt oder ausgewaschen wurde, auch solches Wasser, in welchem stinkende Fische oder Krebse gelegen sind. Mit diesem Wasser besprenge und besprühe man die Bäume, am besten verwende man dazu eine Handspritze, wovon dann die Raupen bald fliehen werden. Nun denn, wenn’s hilft, so kann man den Teufel ja auch mit dem Beelzebub austreiben. Und wieder handelt es sich hier um eine Methode, die giftfrei vonstattenginge. Nur, wie kommt man heutzutage an halbverwestes Fleisch oder einen leicht gammelnden Fisch? Nun ja, vielleicht lässt der Haushund ja etwas von seiner Mahlzeit übrig oder man behilft sich, indem man den Sonntagsfisch vor der Zubereitung gründlich wäscht, das Waschwasser auffängt, stehen lässt und dann im Obstgarten ausbringt? Die Verwendung von Fleischwasser und auch von Körpersäften, kommt beim umwelt- und ressourcenschonenden Obstbau nach Jakob Schranz mit größter Selbstverständlichkeit zum Tragen. Schranz empfiehlt in seinen Anleitungen zum Begießen einer Baumschule (in der aus Kernen Obstbäume gezogen werden) mehrmals die Verwendung von Fleischwasser. Dies ist nun etwas, das im vermeintlich modernen Menschen Befremden oder gar Grausen hervorrufen kann, vielleicht gar nicht machbar erscheint, etwas, das uns aber prompt an jene Heilmethoden aus der Alternativmedizin erinnert, bei denen Körpersäfte sehr wohl zum Einsatz kommen und Heilung bringen. Und vielleicht ist die Kulturlandschaftspflege durch Ausbringen von Kot auch nicht weniger magenhebend, als das Umverteilen von einer Fleischwasserbrühe. Der Geruch von Brühe und Mist unterscheidet sich wahrscheinlich nur im Detail. Das Bestechende an dieser Form des Düngens und Begießens ist, dass diese Methode uns wiederum dabei helfen könnte den Einsatz von Giftstoffen zu vermeiden.

 

Biologisches und umweltverträgliches Produzieren ist etwas, das in der heutigen Obstbauwirtschaft wieder mehr in den Vordergrund rückt, denn wir wissen es längst, dass der Einsatz von Pestiziden enormen Schaden anrichtet. Schaden am Menschen, am Tier, an den Pflanzen natürlich auch. Dazu veröffentlichte der Autor und Dokumentarfilmer Alexander Schiebel, ein gebürtiger Wiener, im September 2017 ein Buch. Das Wunder von Mals. Darin thematisiert Schiebel wie die Südtiroler Gemeinde Mals per Volksabstimmung entschied, die erste pestizidfreie Gemeinde Europas zu werden. Das Volksbegehren wurde initiiert und durchgeführt, weil die Menschen dem Ausbringen von Giftstoffen auf den Apfelbaumplantagen Südtirols nicht mehr länger zusehen konnten und wollten. Mit Erfolg setzt sich ein Teil der Bevölkerung in Südtirol für eine natürliche, gesundheitserhaltende Form der Obstbaubewirtschaftung ein. Und hier schließt sich der Kreis zu Jakob Schranz, dem Vordenker und Wegbereiter einer Anbaumethode, die giftfrei vonstatten geht und die auf die Umwelt und ihre Ressourcen Rücksicht nimmt.

 

 

Text & Fotos: Susanne Rasser

 

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